Am Ende der Ausbildung an der Schauspielschule Berlin steht die Abschlussinszenierung. Das ist ein wichtiger Schritt zum professionellen Arbeiten. Während es in den Szenenstudien immer nur um Ausschnitte aus einem Stück ging, muss nun von den zuküftigen AbsolventInnen eine ganze Rolle erfasst werden. Der Lehrer wird zum Regisseur, der Schüler zum Schauspieler.

Über das Spielen hinaus müssen Bühnenmusik, Dekoration, Kostüme, Requisiten, Beleuchtung und Werbung organisiert werden.

Die Abschlussinszenierungen werden in der Regel sechs- bis zehnmal gespielt. Oft finden die Aufführungen nicht an der hauseigenen Bühne des ETI statt, sondern in anderen Theatern. Beispielsweise spielte die Absolventenklasse Mai 2012 ihre Abschlussproduktion “Volksvernichtung oder Meine Leber ist sinnlos” zweimal an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin, zweimal an der Deutschen Bühne Ungarn in Szekszárd, zweimal am Concordia Theater Bremen und zum Abschluss dreimal an der Bühne des ETI Berlin.