Verfasst am: 25/04/2017 | Kategorie: Aktuelles

UNSERE ABSOLVENTEN

Aktuelle Engagements (Auswahl)

Theater:

Caroline Pischel tritt mit Beginn der neuen Spielzeit ein Festengagement im Theater der Altmark / Landestheater Sachsen-Anhalt Nord in Stendal an. Anfang Juni begannen dort bereits die Proben für “Antigone” mit Caroline in der Titelrolle. Die Premiere findet am 02. September 2017 statt. Auch Jorida Sorra hat im März 2017 ihren ersten Festvertrag unterschrieben. Sie geht mit Beginn der kommenden Spielzeit an das Landestheater Detmold. Melanie Stahl spielt die Rolle der Ms. Page in Shakespeares “Die lustigen Weiber von Windsor” am Monbijou Theater Berlin; Wiederaufnahme am 24. Juli 2017. Martin Valdeig befindet sich seit 2013 im Festengagement am Schauspielhaus Chemnitz. Am 06. Mai 2017 hatte er dort Premiere als Faust (Alter Ego II) in Goethes gleichnamiger Tragödie. Amelie Köder trat im Januar 2016 ein Festengagement am Grips Theater in Berlin an. Unter anderem ist sie dort als Das Mädchen im legendären Erfolgsmusical “Linie 1″ zu erleben. Am 17. Mai 2017 hatte sie Premiere mit der Rolle der Fever in der Uraufführung “Alle außer das Einhorn”. Jonathan Heck wird im August 2017 in der Schlossoper Haldenstein in Mozarts “Entführung aus dem Serail” die Rolle des Selim Bassa spielen. Judith Kriebel inszenierte an der Badischen Landesbühne in Bruchsal “Du (Normen)” von Philipp Löhle. Die Premiere fand am 13. April 2017 statt. Thomas Bartholomäus hatte am 19. April 2017 Premiere an der Vaganten Bühne Berlin mit “Life Is A Bitch oder Wie ich gestern meine Zukunft fand” von Jan Boldender. Johanna Kröner ist seit Beginn der Spielzeit 2016/17  für zwei Jahre an der Landesbühne Niedersachsen Nord (Stadttheater Wilhelmshaven) als festes Ensemblemitglied engagiert. Am 22. April 2017 hatte sie dort Premiere mit “Sekretärinnen” von Franz Wittenbrink. Christian Werner ist seit der Spielzeit 2015/16 festes Ensemblemitglied am theater tri-bühne in Stuttgart. Am 10. Mai 2017 hatte er dort Premiere mit “Nach mir die Sintflut” von Lluïsa Cunillé. Carol Schuler hatte am 24. November 2016 an der Berliner Volksbühne Premiere mit der Inszenierung “Pfusch” von Herbert Fritsch. Das Stück lief am 18. und 21. Mai 2017 auch auf dem Berliner Theatertreffen. Mit dem Liederabend “Wer hat Angst vor Hugo Wolf?”, am Schauspielhaus Zürich ebenfalls von Herbert Fritsch inszeniert, gastierte sie im März 2017 in Taipeh beim Taiwan International Festival of Arts. weiterlesen…

Verfasst am: 18/03/2012 | Kategorie:

Fächer

 

Schauspiel

 

1. und 2. Trimester: Vorübungen, Improvisationen, Grundlagen schauspielerischen Handelns

  • - Beobachtungs-, Konzentrations-, Phantasie-, Partner- und Sensibilisierungsübungen
  • - begriffliche Klärungen: Situation, Vorgang, Drehpunkt
  • - Entwicklung eines „Ensembles“ und die Erfahrung, der in gemeinsamer Arbeit geltenden ethisch-
  •   moralischenRegeln (künstlerische Disziplin, Verantwortungsbewusstsein, Kritik- und Konfliktfähigkeit, Fleiß)
  • - Entwicklung von Spielfreude und damit verbunden die Erfahrung der Untrennbarkeit von Ernsthaftigkeit und
  •   Spaß.

 

2. bis 8. Trimester: Szenenstudien

  • - Textanalyse (die Fabel und das Thema des Stücks, das stückauslösende Ereignis, der Grundkonflikt))
  • - der Autor und seine Zeit – die historische, soziale und kulturelle Situation zur Zeit der Entstehung des
  •    Stückes und der Epoche, in der das Stück spielt
  • - die Figur, ihre soziale Stellung, ihr Konflikt und ihr Ziel
  • - Bezüge zur Gegenwart
  • - Begegnung mit unterschiedlichen dramatischen Texten
  • - Improvisation und Fixaktion
  • - der Aufbau einer Handlungskette
  • - die Entwicklung des gestischen Materials
  • - die Besonderheiten des Partnerspiels

Um sehr früh den Kontakt zum Publikum herzustellen und den Schülern  Ensemblearbeit erlebbar zu machen, werden die Ergebnisse der Szenenstudien in schulinternen und öffentlichen Präsentationen vorgestellt.

 

9. Trimester: Abschlussinszenierung und öffentliche Vorstellungen

  • - die Abschlussinszenierung ist ein wichtiger Schritt zum professionellen Arbeiten
  • - ging es bisher meist nur um Ausschnitte, geht es jetzt um die ganze Rolle
  • - an Stelle einer Szene wird nun ein Stück gespielt
  • - der Lehrer wird zum Regisseur, der Schüler zum Schauspieler
  • - war der Fokus in den Szenenstudien auf konkrete Ausbildungsziele gerichtet, richtet er sich nun stärker
  •   auf dasPublikum
  • - die Schüler lernen „Theatermachen“, sie kümmern sich um die Bühnenmusik, Dekoration, Kostüme,
  •   Requisiten, Beleuchtung, Werbung
  • - da die Abschlussinszenierungen in der Regel sechs- bis zehnmal gespielt werden, entstehen für
  •   die Schüler große Anforderungen, Disziplin und Zuverlässigkeit, körperliche und mentale
  •   Kondition betreffend
  • - durch die Reaktionen des Publikums lernen die Schüler ihre Wirkungen kennen, zu steuern und
  •   zu kontrollieren

 

Monologarbeit

Zum Abschluss der Ausbildung werden mindestens drei Monologe für Vorsprechen an Theatern gearbeitet  mit denen die Absolventen sich auch der ZAV vorstellen.

 

 Schauspiel vor der Kamera (Camera-Acting)

  • - die natürliche Wirkung des Schauspielers und seine Glaubwürdigkeit im Film / TV
  • - der private Moment / das Sein
  • - der Dialog im Film
  • - die Drehbuchanalyse
  • - das selbständige Erarbeiten eines Charakters
  • - die Beziehung Regie – Schauspieler
  • - die Beziehung Schauspieler – Kamera
  • - die Kamera, ihre Einstellungen und das entsprechende Spiel in diesen Einstellungen
  • - die Techniken der Darstellung (Erörterung der verschiedenen Schauspielmethoden)
  • - die Bildauflösung einer Szene
  • - das Arbeiten mit Anschlüssen (“Continuity“) und mit Markierungen
  • - das Casting (die Vorbereitung und die Beziehung  Caster – Schauspieler)
  • - der Arbeitsmarkt für Film- und Fersehschauspieler  (Agenturen, Castingbüros, Bewerbung,
  •   Photos, showreel)


Sprecherziehung

Der Unterricht findet in Gruppen-, Kleingruppen und Einzelunterricht statt.

Wir vermitteln folgende Inhalte:

  • - Entspannung, Spannung, Grundspannung
  • - physiologische Sprechatmung/Atemstütze
  • - Körperzentrum als Basis des Sprechens
  • - das Beherrschen einer flexiblen, tragbaren und belastbaren Stimme
  • - präzise Artikulation entsprechend den neuesten Regeln der Hochlautung
  • - das Sprechen als künstlerische Handlung
  • - Diktion
  • - Methoden für die eigenständige individuelle künstlerische Interpretation von Texten (Drama, Lyrik, Prosa)
  • - Kraftstimme und andere extreme Stimm- und Sprechleistungen
  • - Koordination und Integration von Stimme, Sprache und Körper im Sinne der Anwendbarkeit für die Szene

Darüber hinaus begleiten wir die szenischen Arbeiten regelmäßig durch Probenhospitationen und fachliches Feedback.

 

Körper-Stimm-Training

Ergänzend zum Fach Sprecherziehung bietet die Schule ein klassenübergreifendes Körperstimmtraining mit hauptsächlich folgenden Inhalten an:

  • - Ergänzende Arbeit an stimmlicher und körperlicher Lockerung und Durchlässigkeit
  • - Ergänzende Arbeit am körperstimmlichen Zentrum und Training von Körperstimmimpulsen
  • - Sprechen in unphysiologischen Haltungen und Spannungszuständen
  • - Training der Kraftstimme

 

Gesang

Der Unterricht findet begleitet in Gruppen-, Kleingruppen-, und Einzelunterricht statt.

Entwicklung der Singstimme hin zur Gesangsstimme im Hinblick auf das Repertoire des Bühnengesangs für den Schauspieler: Lied, Song, Chanson, Brecht-Bühne, Musical und Operette

  • - Funktionales Stimmtraining und Grundlagen der klassischen Stimmbildung
  • - Atem- und Körperarbeit
  • - Klangbildung
  • - Musikalität
  • - Bühnengesang
  • - Interpretatorische Arbeitsweisen, Liedinterpretation
  • - Grundlagen der schauspielerischen Liedgestaltung
  • - Einbinden von Gesangdarbietungen in den szenischen Arbeiten

 

Musik

Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zum selbständigen musikalischen Handeln. Dabei werden zunächst Grundkenntnisse in Musiktheorie und Musikgeschichte vermittelt, auf deren Basis praktische Fähigkeiten erarbeitet und trainiert werden. Die Verbindung zu den Anforderungen des Schauspielerberufes wird permanent hergestellt durch die Einbeziehung musikalischer Beiträge in die Szenenstudien und die Abschlussinszenierung.

 

1. bis 3. Trimester: Grundlagen

  • - Rhythmuslehre
  • - Notenlehre
  • - Harmonielehre

 

4. bis 6. Trimester: Theorie und Praxis

  • - Einführung in den Tonsatz
  • - Überblick über die abendländische Musikgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart
  • - Ensemblesingen

 

7. bis 9. Trimester: Anwendung

  • - Befähigung zum selbständigen gemeinschaftlichen Einsingen
  • - selbständige Erarbeitung von Solo- und Chorstimmen nach dem Notentext
  • - Konzeption, Erarbeitung und Umsetzung der Bühnenmusik für Szenenstudien und Abschlussinszenierung

 

Tanz / Ballett

Das Unterrichtsfach Tanz als Handwerkliches Ausbildungsmodul gliedert sich in drei Bereiche:

  • - Ballettunterricht
  • - Tanz (Historischer Tanz – Gesellschaftstanz und Folklore)
  • - Jazz Dance

Der Tanz dient der Bewusstmachung und dem Training der Steuerungsmöglichkeiten des Körpers.  Weiterhin ist die Gruppenarbeit und das choreographische Verständnis wesentlicher Bestandteil dieses Faches. Die Fähigkeit eines Schauspielers, musikalischen Darstellungsanforderungen gerecht zu werden, ist das Ziel

 

Fechten

Bühnenfechten mit seinen besonderen Anforderungen für Schauspieler ist ein handwerkliches Fach in unserer Ausbildung. Partnerarbeit, Bewegungsreaktion und körperliche Geschicktheit verbunden mit Elementen des Bühnenkampfes werden trainiert. Eine szenische Fechtchoreographie wir zum Fachabschluss präsentiert.

 

Akrobatik / Bühnenkampf

Durch die sportlich-artistische Konditionierung erwerben die Schüler Kraft und Ausdauer. Das Training von Elementen wie Handstand und abrollen, Kopfstand, Rollen vorwärts und rückwärts, Balance, Schulterlauf, Pyramiden, Flugrollen, Salto vorwärts und rückwärts,  Flickflack und ähnlichem gewinnen sie körperliche Sicherheit und erweitern ihre  artifiziellen Fähigkeiten. Darauf aufbauend erlernen sie Grundlagen für die Darstellung von Kampfszenen auf der Bühne. Ähnlich wie beim Bühnenfechten geht es dabei um die Kausalität von Aktion und Reaktion und kontrollierte Partnerbeziehung.  Grundlegende Elemente dabei sind: Schläge, Tritte, Sprünge und Würfe (aus verschiedenen Kampfsportarten).

Die Schüler erarbeiten am Ende des Kurses die Choreografie einer Bühnenkampfszene, die sie in einer schulinternen Präsentation vorstellen

 

Pantomime

Der Unterricht vermittelt die Grundlagen pantomimischer Techniken und nonverbalen Handelns. Damit erweitert er die darstellerischen Möglichkeiten der Schüler im Sinne eines stilisierten und überhöhten Spiels.

Auf der Basis der erlernten Techniken und ihrem Training erarbeiten die Schüler kurze Sujets, die sie pantomimisch darstellen.


Theater und Gesellschaft

(Theatergeschichte / Theatertheorie / Dramaturgie/Sozialkunde)

Theater steht immer im gesellschaftlichen Kontext, spiegelt politische und soziale Veränder-ungen, sowie die sich stets wandelnde Rolle des Individuums in der Gesellschaft.

Jedes Trimester hat jeweils ein sozio-gesellschaftliches Thema im Fokus, das historisch, ge-sellschaftspolitisch und zeitaktuell analysiert wird, sowie in Wechselwirkung mit der Lebens-wirklichkeit der Studierenden steht.

Bestandteil des Unterrichts ist die Vermittlung des Gesamtüberblicks der Theatergeschichte, die Lehre von grundlegenden Theatertheorien, das Erlernen von Analysefähigkeiten von Theatertexten und Inszenierungen, sowie die Anwendung von dramaturgischen Methoden.

Die Studierenden bekommen nicht nur ein fundiertes Wissen des Theaters im Wandel der Zeit, das ihre kritische Reflexion sensibilisiert und schärft, sondern erhalten auch spezifisch die Fähigkeiten der Text-, Figuren- und Plot-Analyse, sowie das Rüstzeug zur Analyse aktueller Inszenierungen.

Ein besonderer Wert wird auf den Diskurs innerhalb des Unterrichts gelegt, sowie auf die werkimmanente analytische Arbeit.

Trimester-Themen: (exemplarisch)

  • - Individuum und Gesellschaft
  • - Familie und Gesellschaft
  • - Ökonomie/Arbeit und Gesellschaft
  • - Theatertheorie im Spiegel der Gesellschaft
  • - Welttheater im gesellschaftlichen Kontext
  • - Liebe/Krieg und Gesellschaft

 

Trimester-Aufgaben: (neben den laufenden Trimester-Arbeiten)

  •  - Textanalyse / Griechische Antike bis zu Postdramatischem Theater.
  •  - Theaterbesuche / Aufführungsanalyse an aktuellen Beispielen.
  •  - Rezeption theatertheoretischer Texte.
  •  - Angewandte Dramaturgie / am Beispiel des Programmheft-Konzepts/Gestaltung.
  •  - Stückdramaturgie / am Beispiel der Szenischen Lesung (inklusive Strichfassung/Konzept).
  •  - Einzel- und Gruppenreferate / innerhalb der Schwerpunktthemen.

 

Prüfungen:

Am Ende des 3. Trimester wird eine schriftliche Zwischenprüfung absolviert, am Ende des 6. Trimesters die schriftliche Abschlussprüfung.


 

Verfasst am: 18/03/2012 | Kategorie:

Ausbildungsinhalte

 

Allgemeine Ausbildungsziele

Die Ausbildung an der Schauspielschule Berlin des Europäischen Theaterinstituts e.V. soll ihre Schüler befähigen, als Schauspieler in einer vielgestaltigen und sich ständig verändernden Theater- und Medienlandschaft als selbständig schöpferische Persönlichkeiten zu bestehen. Sie sollen sich kulturell und sozial gebildet, methodisch und handwerklich kompetent in die unterschiedlichsten Ensembles integrieren können. Den Erfordernissen der Praxis folgend stützt sich die gesamte Ausbildung, die vielfältigen Anregungen des Welttheaters aufnehmend, auf die methodischen Ansätze von Stanislawski und Brecht.

Somit  richtet sich die Ausbildung fächerübergreifend

  • - auf die Entwicklung und ständige Erweiterung der körperlichen, stimmlichen und sprachlichen
  •    Ausdrucksfähigkeit,
  • - auf den bewussten Umgang mit Atem, Stimme und Artikulation,
  • - auf  die Ausbildung der Gesangsstimme und der musikalischen Grundfertigkeiten, um im Theater
  •   spartenübergreifend auch in Musical, Revue, Kabarett  und Konzert wirken zu können,
  • - auf den gestischen Charakter des Sprechens und Singens,
  • - auf den Erwerb und die Entwicklung szenischer Fantasie,
  • - die Fähigkeit, Stücke, Figuren und Vorgänge intellektuell und emotional und in ihrer historischen und
  •   sozialen Determiniertheit  zu erfassen,
  • - auf die Vermittlung der Spezifik des Spiels vor der Kamera und die Erfahrung der persönlichen Wirksamkeit,
  • - auf Beobachtungsfähigkeit, Konzentrationsfähigkeit, Sensibilität, Spielwitz und Spielfreude,
  • - auf den Erwerb von Grundkenntnissen der Theatergeschichte, Dramaturgie und Kulturgeschichte und die
  •   Erarbeitung und Analyse von epochenübergreifenden Themenschwerpunkten.

Durch die frühe öffentliche Präsentation der Ergebnisse der Szenenstudien und die Serie von Vorstellungen der Abschlussinszenierung sollen die Schüler kontinuierlich an die Kommunikation mit dem Publikum als den eigentlichen Adressaten ihres Spiels herangeführt werden.