Verfasst am: 24/07/2017 | Kategorie: Aktuelles

20 JAHRE ETI

Jubiläums-Feierlichkeiten vom 01. bis 03. September


Das Europäische Theaterinstitut e.V. (Schauspielschule Berlin) wird 20 Jahre alt.

Und das ist ein Grund zum Feiern! Deshalb begehen wir unser Jubiläum mit einem dreitägigen Festprogramm vom 01. bis 03. September 2017 in den Räumen des Institutes in der Rungestraße 20 in Berlin-Mitte. Der Eintritt ist wie immer frei. weiterlesen…

Verfasst am: 24/07/2017 | Kategorie: Aktuelles

20 JAHRE ETI

Grußworte zum Jubiläum

Wir freuen uns über die vielen anerkennenden, dankbaren und lieben Worte, die wir von unseren ehemaligen SchülerInnen sowie anderen Persönlichkeiten der deutschen Theaterlandschaft im Zusammenhang mit unserem zwanzigjährigen Bestehen erhalten. Wir möchten die Texte hier ungekürzt veröffentlichen. Auf den Namen der Gratulanten liegen Links zu ihrer jeweiligen Homepage …

 

“Es waren aufregende, inspirierende, anspruchsvolle, wilde und unterhaltsame Jahre, die ich am ETI verbracht habe. Ich denke noch heute oft und gerne an diese Zeit zurück, die im Rückblick wie im Schnelldurchlauf vorüberging. Es gab so viele unvergessene intensive Begegnungen in diesem Haus, und so viel Schweiß und Tränen, die ich in diesen Räumen habe liegengelassen. So viele durchgeprobte Nächte, so viele gnadenlose Morgen, so viel Neues habe ich gelernt und wieder vergessen, habe meine Stimme verloren und wiedergefunden, habe mein Herz ausgeschüttet und wieder aufgesammelt, habe gelacht, geschrien, mich gedreht und gewendet und natürlich gespielt bis zum Umfallen.
Danke, liebes ETI, dass du meine Spiellust nie bändigen und meinen Wahn nie bremsen wolltest, und dass du mich immer ermutigt hast, noch einen Schritt weiter zu gehen. Du warst 3 Jahre lang mein Zuhause, meine Spielwiese, meine Lebensschule, mein ‘Schlupfwinkel’. Alles Liebe zum 20sten Jubiläum!
‘Das Theater ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen, die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt und sich damit auf und davon gemacht haben, um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen.’ (Max Reinhardt, 1929)”

Carol Schuler (ETI-Absolventin 2009)

 

“Zwei Freunde sagten mir, dass das Leben ein Training ist und ich das ETI als Trainingsstätte sehen sollte. Bei aller psychischen, finanziellen, körperlichen Härte galt es doch, sich selbst auszudrücken, was in dieser Branche sehr schnell in Vergessenheit geraten kann. Da gibt es einen Raum, man schafft sich eine Bühne, man teilt eben diese mit Gleichgesinnten und probiert. Weit weg von der Frage, wieviel Follower, Facebook, Instagram, Twitter und Fame man ist. Hier gilt die Devise ‘Do your own thing’.”

Selam Tadese (ETI-Absolvent 2011)

 

“Ihr habt mich ein Handwerk von solch großem Wert gelehrt, dass es mir schwer fällt, Worte zu finden, um zu beschreiben, wie dankbar ich Euch dafür bin.
Das Werkzeug, welches Ihr mir auf meine Reise mitgabt, ermöglicht es mir, mit internationalen Schauspielern, Künstlern, Sängern und Musikern zu arbeiten und selbst mein Traumtheater zu kreieren.
Immer habt Ihr das Beste für Eure Schüler im Auge – selbstlos, fair, unerschrocken, ehrlich, kraft- und liebevoll zum Spiel und zur Musik.
Danke, dass Ihr vor einer Sächsin, ‘die auszog, das Spielen zu lernen’ nicht zurückgeschreckt seid.
Auf ewig, ‘Einer für Alle, Alle für Einen’.”

Smatka J. Bartz (ETI-Absolventin 2005)

 

“Was waren wir für brennende Feuertierchen! Voller Leidenschaften, Eitelkeiten und Entdeckergeist. Wir waren die Pioniere dieser Schule und hatten das Glück, einen Rohdiamanten mit aus der Taufe zu heben und ihm die ersten Facetten einzuprägen.
Ich werde nie vergessen, wie wir im ersten Studienjahr als Ausserirdische auf der Erde landen sollten. Wir erwachten auf einem Friedhof und kurz darauf nahmen eine Horde Schauspielschüler ihre Aufgabe sehr ernst. Jemand lag auf den Straßenbahnschienen und lauschte, beim Bäcker wurden Brötchen geklaut (was wissen Ausserirdische über Geld?) … Ich glaube, der Lehrer, der uns die Aufgabe stellte, hatte alle Hände voll zu tun.
Akrobatikunterricht in den damals noch so unfertigen Räumen – Wände hochlaufen, Falltechniken auf blankem Beton…
Und wie die Schule Stück für Stück an sich selbst wuchs, sich ausformte, ein Gesicht bekam.
So wie Theater sich ja auch stets neu erfindet.
Vieles war großartig, vieles noch beinahe anarchisch, manches erschien sinnlos (und war gerade deshalb ungeheuer lehrreich!). Ver-rückt waren wir im besten Sinne. Ver-rückt und mutig die Dozenten der ersten Stunde, die es wagten, die Schule zu gründen und ins kalte Wasser sprangen.
In diesem Sinne von Herzen Glückwunsch zum 20.!”

Maria Jany (ETI-Absolventin 1999) weiterlesen…